Erste Hilfe

„Erste Hilfe Box“

Ziehen Sie keine vorschnellen Schlüsse in Bezug auf die Ursachen Ihres Zustandes, insbesondere keine Schuldzuweisungen, weder an andere noch an sich selbst!

  • Risiko, sich selbst auf einen einzigen Blickwinkel zu fixieren, und möglicherweise die wichtigsten Faktoren dadurch gar nicht zu entdecken.
  • Risiko, sich selbst durch Selbstanklage weiter zu schwächen, bzw. Beziehungen zu anderen durch möglicherweise unberechtigte Vorwürfe zu gefährden.
    In diesem Sinn: Keine voreiligen, allenfalls unumkehrbaren Entscheide fällen!
  • In ausgebranntem Zustand können gewisse Entscheide als unausweichlich erscheinen, die sich nach überstandener Krise als vorschnell erweisen, aber zwischenzeitlich irreparablen Schaden angerichtet haben.
    Nicht länger als bei einer körperlichen Erkrankung warten, bis Sie zum Arzt gehen.
  • Die Anforderungen der modernen Zeit an den Menschen erlaubt diese Haltung unserer Grosseltern-Generation zu emotionalen Beschwerden nicht mehr.

Was sage ich meinem Arzt?

Beschreiben Sie Ihren Zustand: körperlich und emotional, mit einfachen Worten, ohne an sich den Anspruch zu stellen, ein möglichst komplexes sprachliches Wunderwerk zu präsentieren. Trennen Sie davon die Schilderung Ihrer Wahrnehmung, wie es zu dem beschriebenen Zustand gekommen ist, und die Ereignisse, die Sie als dazu bedeutsam betrachten.  Falls Sie eine Diagnose vermuten, äussern Sie diese als Vermutung, und nicht als absoluten Fakt. Es gilt zwei mögliche Risiken zu vermeiden: Ärzte sind auch Menschen, und der eine oder die andere könnte unbewusst eine Diagnose, die ihm/ihr von einem Patienten als „Fakt“ präsentiert wird:

  • ungeprüft als unwahrscheinlich abtun.
  • ungeprüft übernehmen.

Beide Varianten können zu Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen führen.